Europa driftet nach rechts ...
...warum nicht auch wir?
...scheint sich da ein Herr Möllemann gefragt zu haben, und hatte gleichermaßen eine Lösung für das Problem "18" gefunden. Er startete eine öffentliche Diskussion um Tabubrüche auf einem sehr medienträchtigem Hintergrund, und versuchte sich dabei als Opfer zu inszenieren, was etwas unglücklig entartete...Möllemann hat die Kontrolle über diese Diskussion und sich selbst verloren.Von den Radikalen wollte man Wähler haben, und hat auch von Seiten der Parteiführung auf eine klare Reaktion der Öffentlichkeit gewartet mit der Kritik an Möllemann. Bis man sich dann doch von Ihm distanzierte - jedoch immer wieder heftig seine Qualitäten als Politiker betonte.
Möllemann hat sich diesmal wohl zu weit und zu begeistert aus dem Fenster gelehnt, um sich noch am Rahmen festhahlten zu können. Stellt sich nun die Frage, ob sich ihm eine helfende, oder doch eher eine schubsende Hand entgegenstreckt...schließlich hat sich noch niemand völlig vom "Stehaufmännchen" Möllemann distanziert. Der Meisterstratege scheint sich über taktische Überlegungen in einer persönlichen Animosität verloren zu haben.
Nun weiß man ja aber schließlich noch gar nicht, wie gut es den Liberalen gelingt den bräunlichen Anstrich abzuwaschen, und wie sehr man Möllemann dabei glaubt (ge)brauchen zu können. Das Vorhaben der Partei Charakter einzuhauchen ist nun zum Zwang geworden, vor allem um das Attribut "unwählbar" wieder los zu werden. Das, "der kleine Koalitionspartner der CDU zu sein", hat sich laut führender Partei - Größen der Union ja bereits erledigt.