Rot-grüner Koalitionsvertrag als PR-Gag entlarvt.

Der Koalitionsvertrag soll gar nicht umgesetzt werden. Die Regierung will die Bevölkerung nur schon mal vorbereiten, um noch härtere Massnahmen durchzusetzen.

Um den Widerstand von Volk und Lobbyisten zu brechen und die Möglichkeit zu umfassenden und tiefgreifenden Reformen zu erhalten, haben die Spitzen der alten, neuen Regierung beschlossen, das Volk mit ihrem Koalitionsvertrag in Rage zu versetzen. Die Opposition soll sich in kleinen Scharmützeln aufreiben, damit ihr Widerstand gebrochen ist, wenn die Koalition ihre eigentlich geplanten Reformen umsetzt.

Der Grundgedanke ist der, dass man die Christdemokraten zunächst zu Aussagen und Vorschlägen bewegen will, um diese dann selbst zu verwirklichen. Man erhofft sich, dass die Opposition dann ihren Widerstand im Bundesrat aufgibt, und die Koalition als grosse Reformregierung in die Geschichte eingeht.

Man hat also aus den Gegebenheiten der ersten Legislaturperiode gelernt und versucht nun die Opposition in die Reformen mit einzubeziehen, auch wenn diese das gar nicht mitbekommt. Der rot-grüne Masterplan ist bereitgestellt und wartet auf Umsetzung.