Schwache Vorstellung
Die soviel beschworene, neokonservative Politik der US-amerikanischen Regierung beruht vorallem auf der Schule des Leo Strauss. Dessen Philosophie aber, eine Art Modifikation des millschen Utilitarismus, kann nur von Menschen mit geringer Intelligenz und schwacher Vorstellungskraft ernst genommen werden.
In seiner Zeit als Professor für Politische Philosophie an der University of Chicago lehrte Strauss unter anderem die völlig absurde und menschenverachtende Idee von der auschliesslich und einzigartigen Denkfähigkeit der menschlichen Elite.
Diese Vorstellung war ursprünglich von Adelskreisen erdacht, um die Unterdrückung des Pöbels zu legitimieren und bereits damals sehr schnell veraltet.
Wozu diese Vorstellung führen kann, demonstrierte jüngst Paul Wolfowitz als er zugab, dass die Massenvernichtungswaffen im Irak als Kriegsgrund nur vorgeschoben waren und vermutlich gar nicht existieren.
Die Philosophie des Leo Strauss legitimiert zwar die Lüge als politisches Mittel um die Massen hinter sich zu bringen, aber sicher nicht, sie im Nachhinein so dreist einzugestehen.
Spätestens durch Wolfowitz hat die gesamte Regierung und die neokonservative Idee endgültig ihre Glaubwürdigkeit verloren.
Und sollten die Theorien von Leo Strauss doch richtig sein, dann müsste nun die gesamte US-amerikanische Regierung zurücktreten. Die Mitglieder dieser Regierung haben mit ihrer offensichtlichen Denkunfähigkeit nämlich bewiesen, dass sie nicht zur menschlichen Elite gehören.